Wie genau funktioniert die Keimzahlbestimmung bei Medizinprodukten?
Die Keimzahlbestimmung von Medizinprodukten startet zunächst mit der Extraktion. Hierbei wird das zu prüfende Produkt zusammen mit einem Keimzahlpuffer inkubiert. Dabei erfolgt die Ablösung der Mikroorganismen in das Medium.
Bei der nachfolgenden Filtration werden die Mikroorganismen auf einem Membranfilter gesammelt.
Im Anschluss daran findet die Inkubation statt. Hierbei wird der Membranfilter mehrere Tage auf einem Nährboden inkubiert. Der Nährboden unterstützt je nach seiner Zusammensetzung das Wachstum von aeroben, anaeroben Bakterien oder Schimmelpilzen.
Nach Abschluss der Inkubation erfolgt die Auszählung der gewachsenen Keime. Dabei entspricht jede gewachsene Kolonie einem Keim, der sich zuvor auf dem Produkt befand. Um die Gesamtmenge der Keime zu bestimmen, wird die Verdünnung (Verwendung mehrer Membranfilter) einer Probe und der Korrekturfaktor miteinbezogen.
Übersicht Wissensportal