Validierungen
Gehen Sie sicher, dass Ihr System, Prozess oder Verfahren nachweislich einsatzbereit ist!

Eine Validierung bedeutet den dokumentierten Nachweis, dass ein Prozess, Testverfahren oder ein System die vorher spezifizierten Anforderungen (Akzeptanzkriterien) reproduzierbar im praktischen Einsatz erfüllt.

Eine Validierung ist immer dann erforderlich, wenn das Ergebnis eines Prozesses nicht durch eine Prüfung verifiziert werden kann.

Im Hinblick auf die Patientensicherheit im Bereich der Medizintechnik und Arzneimittel sind Validierungen unabdingbar.

Unser Labor ist für die folgenden Validierungen bzw. für die dafür benötigten Prüfungen akkreditiert. Die folgende Auflistung soll einen Teil unserer Validierungsaktivitäten aufzeigen. Andere Validierungen können wir auf Anfrage jederzeit für die durchführen.

  • Verpackungsvalidierung gemäß ISO 11607 (Mehr)
  • Leistungsprüfung bzw. Transportvalidierung gemäß ISO 11607 (Mehr)
  • Reinigungsvalidierungen (Mehr)
  • Wiederaufbereitungsvalidierungen gemäß ISO 17664 (Mehr)
  • Validierung der Endotoxin bzw. Pyrogenbestimmung gemäß Ph. Eur. 2.6.30, 2.6.14 sowie 5.1.10, ANSI AAMI ST 72 und USP Kapitel 85 und 161 (Mehr)
  • Validierung der mikrobiologischen Prüfmethoden (Keimzahlbestimmung und Sterilitätsprüfung) gemäß ISO 11737 bzw. Ph. Eur. 2.6.1 und 2.6.12 (Mehr)
  • Validierung der Gammasterilisation (Mehr)
  • Validierung weiterer Sterilisationsverfahren (z.B. Dampfsterilisation, nicht standardisierte Sterilisationsverfahren gemäß ISO 17665, ISO 14937, ISO 14160) (Mehr)

Neben diesen gängigen Validierungsaktivitäten haben wir unsere Kompetenz schon mehrfach unter Beweis gestellt bei der

  • Entwicklung und Validierung komplexer, produktspezifischer Prüfmethoden;
  • Validierung aseptischer Herstellprozesse

Mit unserer umfassenden Kompetenz finden wir bestimmt auch für Ihre Fragestellung und Prüfung die passende Validierungsstrategie.

Verpackungsvalidierung gemäß ISO 11607

Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit im Bereich der Verpackungsprüfungen von Medizinprodukten bieten wir umfassende Kompetenz und Beratung im Bereich von Verpackungsvalidierungen.

Wir beraten unsere Kunden in der Auswahl der Untersuchungsmethoden. Wir konzipieren mit unseren Kunden die Prüfplanung und werten die Prüfergebnisse in umfassenden Berichten aus. Unsere Dokumentation und Arbeitsweise beruht auf der ISO 11607.

Wir beraten und prüfen alle Schritte die für eine vollständige Verpackungsvalidierung notwendig sind, wie

  • Validierung des Siegelprozesses durch Funktionsbeurteilung (Operational Qualification) und Leistungsbeurteilung (Performance Qualification) inklusive statistischer Auswertung (z.B. durch Ermittlung des Cpk-Werts)
  • Untersuchung der Kompatibilität der Verpackung mit dem Sterilisationsprozess (inkl. statistischer Auswertung und Erstellung von X-und R-Bar Charts)
  • Untersuchung der Langzeitstabilität der Verpackung anhand der Daten aus der beschleunigten oder Echtzeit-Alterung (inkl. statistischer Auswertung und Erstellung von X- und R-Bar Charts)

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Leistungsprüfung / Transportvalidierung

Um die Produktsicherheit und Sterilität auch während eines Transportes abzusichern verlangt die Norm ISO 11607 die Durchführung einer Leistungsprüfung in Form einer Transportvalidierung.

Unter Einbeziehung von qualifizierten Kooperationspartnern führen wir diese für unsere Kunden durch. Bei einer Transportvalidierung z.B. nach ASTM D7386 oder ISTA 2A werden die endverpackten Produkte verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt, die der Simulation des Transportes dienen, wie Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswechsel, Vibration, Falltest, Unterdruck usw. Nach Durchlauf der Verpackung durch die festgelegten Testsequenzen kann eine optische Untersuchung der einzelnen Komponenten des Verpackungssystems erfolgen. Darüber hinaus finden hier auch unsere Prüfmethoden zur Überprüfung der Verpackungsintegrität Anwendung.

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Reinigungsvalidierungen

Die Herstellung und Verpackung steriler Medizinprodukte erfolgt üblicherweise unter Reinraumbedingungen. Dies begrenzt die Kontamination der Produkte mit Keimen oder daraus freigesetzten Endotoxinen.

Während sterilisationsbeständige Endotoxine eine unmittelbare Gefährdung der Patienten bedeuten, ist die Begrenzung der Keimzahl notwendig, um den nachfolgenden Sterilisationserfolg nicht zu gefährden.

Neben der Produktion unter Reinraumbedingungen kommt dabei einer desinfizierenden Reinigung der Medizinprodukte vor deren Endverpackung eine Schlüsselrolle zu. Durch die Integration eines Reinigungsschrittes können die Reinraum-produktionsbedingungen häufig auf die nachfolgenden Verpackungsprozesse beschränkt werden.

Für den Nachweis eines effektiven Reinigungsprozesses ist eine Validierung notwendig. Im Rahmen einer simulierten Reinigung mit artifiziell kontaminierten Produkten kann durch unser Labor die Wirksamkeit der Reinigung zur Entfernung/Inaktivierung von Mikroorganismen oder Endotoxinen überprüft werden.

Zusätzlich kann der Reinigungsprozess auch auf seine Eignung zur Entfernung spezifischer Produktionsrückstände untersucht werden. Dies kann mit Hilfe einer chemischen Analyse und/oder durch eine Zytotoxizitätsprüfung erfolgen. Dabei gilt es nachzuweisen ob nach dem Produktionsprozess und Endreinigung mit der Anwesenheit toxischer Rückstände zu rechnen ist.

Unsere Fachleute beraten Sie umfassend bei der Festlegung der Reinigungsprozesse für Ihr Produkt, erstellen den Validierungsplan nebst Auswahl der geeigneten Testanschmutzung und darauf abgestimmter Nachweissysteme, führen die Reinigungssimulation (vor Ort) durch, ermitteln die Restverschmutzung, bewerten den Reinigungserfolg und erstellen einen aussagekräftigen Validierungsbericht.

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Wiederaufbereitungsvalidierung von Medizinprodukten gemäß ISO 17664

Die Wiederaufbereitung von Medizinprodukten kann je nach Art des Medizinproduktes sehr umfangreich sein. Wir beraten und planen mit unseren Kunden und erarbeiten die Anforderungen an die Validierung der Wiederaufbereitung.

Wir orientieren uns an den Leitlinien des DGKH, DGSV und AKI für die Validierung und Routineüberwachung maschineller bzw. manueller Reinigungs- und thermischer Desinfektionsprozesse für Medizinprodukte. Außerdem verfügen wir über das Knowhow und die Methoden zur Erfüllung der Anforderungen der FDA Recommendations „Reprocessing Medical Devices in Health Care Settings: Validation Methods and Labeling“ vom März 2015, wie zum Beispiel die Anwendung von zwei quantitativen Methoden zur Bestimmung der Restverschmutzung, Überprüfungen am Ende der Lebensdauer durch Akkumulationsstudien, Validierung der Extraktionsbedingungen usw.

Nutzen Sie unsere Expertise bereits bei der Erstellung der Gebrauchsinformation ebenso wie bei der Erstellung des Validierungsplans. Nutzen Sie unser Knowhow bei der Auswahl der geeigneten Prüfanschmutzungen und der darauf abgestimmten Nachweissysteme. Wir beraten Sie bei der Definition der am schlechtesten zu reinigenden Stellen ihres Produkts ebenso wie bei der Definition von Produktfamilien und der Auswahl der geeigneten Prüfmuster. Wir führen die Reinigungssimulation an den kontaminierten Mustern durch und ermitteln die Restkontamination. Wir präparieren die Muster für die Überprüfung der Sterilisation durch Aufbringen geeigneter Testkeime, Verpackung der kontaminierten Prüfmuster und veranlassen die Durchführung der notwendigen Sterilisationsläufe. Danach werten wir die Muster und die Kontrollen mittels Sterilitätsprüfung aus. Abschließend erstellen wir den umfassenden Validierungsbericht.

Folgende Leistungen können wir unseren Kunden im Rahmen einer Wiederaufbereitungsvalidierung anbieten:

  • Validierung der Teilschritte: Reinigung, Desinfektion und Sterilisation durch Verwendung von Protein-Blut-Gemischen oder Keimen
  • Validierung der manuellen und maschinellen Reinigung
  • Ermittlung der Anzahl zulässiger Wiederaufbereitungszyklen (Lebensdauer)
  • Akkumulationsstudien (mehrfache Wiederaufbereitung)
  • quantitative Proteinbestimmung mittel BCA-Assay
  • quantitative Hämoglobinbestimmung
  • qualitativer Luminoltest oder Amidoschwarz Nachweistest
  • Validierung der Extraktionsbedingungen zur Überprüfung der Restverschmutzung

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Validierung der Pyrogen- und/oder Endotoxinbestimmung

Für die Validierung der Pyrogen- und/oder Endotoxinbestimmung werden, wenn möglich drei Chargen eines Produktes gemäß Kapitel 5.1.10 des Europäischen Arzneibuchs und gemäß ANSI AAMI ST72 zwei bis zehn Produkte je Charge überprüft, gemäß USP Kapitel 161 sollen 3 – 10 Produkte als Mischprobe überprüft werden.

Wichtig für den Nachweis auf Endotoxine sowie Pyrogene ist die Störfaktorenanalyse. Hierbei geht es darum in Anwesenheit des Produktes aufzuzeigen, dass das Nachweissystem nicht gestört wird. Hierzu wird eine bekannte Endotoxinmenge dem Ansatz zugegeben und anschließend überprüft ob diese Menge detektiert werden kann. Die Wiederfindung sollte zwischen 50 bis 200 % liegen um Störfaktoren auszuschließen.

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Weitere Informationen zur Prüfung auf Bakterien Endotoxine und Pyrogene gemäß Ph. Eur. 2.6.14 bzw. 5.1.10, gemäß ANSI AAMI ST 72 und USP Kapitel 85 und 161 sowie Monozytenaktivierung gemäß Ph. Eur. 2.6.30 finden Sie unter Leistungen/Prüflabor Mikrobiologie.

Validierung der mikrobiologischen Prüfmethoden (Keimzahlbestimmung und Sterilitätsprüfung) gemäß ISO 11737 bzw. Ph. Eur. 2.6.1 und 2.6.12

Nach der Intention des Arzneibuchs gelten die dort beschriebenen Prüfmethoden bereits als validiert. Allerdings müssen diese Methoden noch daraufhin überprüft werden, ob sie zur Untersuchung der spezifischen Probe grundsätzlich geeignet sind.

Bei den mikrobiologischen Prüfmethoden erfolgt dies durch eine sog. Wachstumseignungsprüfung, häufig auch als Bakteriostase-/Fungistasetest bezeichnet. Dabei wird geprüft, ob bestimmte Referenzkeime in An- und Abwesenheit des zu prüfenden Produkts gleichermaßen gute Wachstumsreaktionen zeigen.

Der ISO-Standard geht deutlich über die Anforderungen des Arzneibuchs hinaus, da nicht nur eine Überprüfung der Wachstumsbedingungen anhand von Referenzkeimen gefordert wird. Zusätzlich zum Bakteriostase-/Fungistasetest wird hier eine vergleichende Keimzahlbestimmung unter Verwendung verschiedener Nährmedien und Inkubationsbedingungen durchgeführt, um zu prüfen, unter welchen Bedingungen die meisten Keime und Keimarten erfasst werden. Da Medizinprodukte (im Gegensatz zu Arzneimitteln) meist extrahiert werden müssen, um die anhaftenden Keime abzulösen und in die Prüflösung zu überführen, ist in der Regel auch eine Überprüfung des Keimablöseverfahrens notwendig, um die Wiederfindungsrate zu ermitteln und einen Korrekturfaktor daraus abzuleiten.

Besonders komplex stellt sich die Prüfung dar, wenn die Proben beispielsweise Antibiotika enthalten oder wenn es sich um schwammartige Produkte handelt. Solche Produkte können den Ablösungsprozess der Keime immens verschlechtern. Antibiotika-haltige Produkte können womöglich toxische Effekte auf die Keime während des Ablöseprozesses hervorrufen.

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Validierung der Gammasterilisation

Die Validierung der Gammasterilisation gliedert sich in die:

Mikrobiologische Sterilisationsvalidierung

Neben der anwendungstechnischen Validierung und der Dosisverteilungsmessung erfordert die Gammasterilisation auch eine mikrobiologische Sterilisationsvalidierung.

Dabei handelt es sich um die Mindestbestrahlungsdosis, die benötigt wird, um das Produkt in den sterilen Zustand zu überführen. Hierzu wird der mikrobiologische Ausgangszustand – Anzahl und Art der Mikroorganismen – bestimmt. Anhand des Ausgangszustands wird eine bestimmte Dosis, die Verifizierungsdosis ermittelt. Die Produkte werden mit dieser Verifizierungsdosis bestrahlt und anschließend auf Sterilität geprüft. Verlief die Überprüfung der Verifizierungsdosis durch die Sterilitätsprüfung erfolgreich, so ist die Sterilisationsdosis bestätigt. Dabei kann garantiert werden, dass die validierte Sterilisationsdosis einen Sterility Assurance Level (SAL) von 10-6 erzielt.

Die Sterilisationsvalidierungen basieren in unserem Haus auf den folgenden Normen ISO 11137-1, ISO 11137-2, ISO 11737-1, ISO 11737-2 und EN 556.

Soweit möglich, empfehlen wir das sogenannte VDmax25-Verfahren und Verfahren I. Die Methode VDmax25 ist für die Validierung der Sterilisation mit einer Mindestdosis von 25 kGy (dem üblichen Verfahren) und einer Vorverkeimung von nicht mehr als 1000 KBE/Produkteinheit geeignet.

Das ebenfalls gern verwendete Verfahren I eignet sich dazu, eine Mindestbestrahlungsdosis zu ermitteln, die für eine erfolgreiche Sterilisation notwendig ist. Mit dieser Methode können bei nachweislich geringen Verkeimungsraten, niedrigere Sterilisationsdosen erzielt werden, die sich produktschonend auswirken.

Revalidierung / Dose Audits der Gammasterilisation
Des Weiteren bieten wir unseren Kunden die Sterilisationsdosisüberprüfung zum Nachweis der beständigen Wirksamkeit durch eine üblicherweise quartalsweise Revalidierung (Dose Audit) an. Im Vergleich zur mikrobiologischen Validierung benötigen wir hier nur einen Bruchteil der Prüfmuster. Das Dose Audit setzt sich aus einer Keimzahlbestimmung (Bioburden) und einer Überprüfung der in der Validierung festgelegten Verifizierungsdosis zusammen.

Sonderwünsche Gammasterilisation
Auf Kundenwunsch können in unserem Haus Einzelchargenvalidierungen und VDmaxSD-Methoden gemäß ISO/TS 13004 durchgeführt werden.

Mit unserer langjährigen Expertise beraten wir Sie jederzeit umfassend über die Auswahl des für Ihr Produkt am besten geeigneten Validierungsverfahrens.

Bestimmung der Dosisverteilung (dose mapping)

Die Bestimmung der Dosisverteilung stellt sicher, dass die ermittelte Dosis bei vorgegebener Verpackung und festgelegter Packanordnung in allen Bereichen eingehalten wird. Für diese Dosisverteilungsmessung / Dose Mapping werden in der Sterilisationseinheit gemäß der Abbildung eine Vielzahl an Dosimetern angebracht, mit deren Hilfe sich die produktspezifischen Minimum- und Maximum-Dosen sowie der zulässige Dosisbereich am Routinemesspunkt ermitteln lassen.

Anwendungstechnische Validierung (Kompatibilität, Haltbarkeit und Leistungsprüfung des Produktes sowie Sterilbarrieresystems)

Der Hersteller muss überprüfen, ob das sterilisierte Produkt sein Eigenschaftsprofil über das Haltbarkeitsdatum hinaus erfüllt, wobei hier das Verpackungsmaterial mit einzubeziehen ist. Die Materialien die für das Produkt gewählt wurden gelten als entscheidend für die Anwendung der Strahlensterilisation, hierzu beraten wir Sie gerne bereits im Rahmen der Produkt- und Verpackungsentwicklung. Einen ersten Überblick in Form von Publikationen über die Vorgehensweise finden Sie auf der Homepage des Gamma Irradiation Panel. Sollten Sie Fragen zur Kompatibilität Ihres Materials in Bezug auf die Gammastrahlung haben, wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner. Wir empfehlen unseren Kunden grundsätzlich eine Probesterilisation zur Bestimmung der maximal verträglichen Strahlendosis.

Validierung weiterer Sterilisationsverfahren

Wir haben in unserem Haus umfangreiche Erfahrung in der

  • allgemeinen Sterilisationsvalidierung nach ISO 14937
  • Sterilisation mit flüssigen/chemischen Sterilisationsmitteln gemäß ISO 14160
  • Validierung der Dampfsterilisation gemäß ISO 17665
  • Validierung der Sterilisation durch Trockene Hitze gemäß ISO 20857

Gerne unterstützen wir Sie auch in der Entwicklung oder Validierung weiterer neuer bzw. nicht genormter Sterilisationsverfahren. Hierbei können Sie von unserer umfangreichen Erfahrung profitieren. So können wir Sie beispielsweise dabei unterstützen, die am schwierigsten zu inaktivierenden Keime des produktspezifischen Bioburden zu analysieren und deren Inaktivierungskinetik zu ermitteln. Darauf aufbauend kann dann die Validierung des Sterilisationsverfahrens in Angriff genommen werden.

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Ihre Ansprechpartner

Bei Fragen zu unseren Dienstleistungen sind unsere Ansprechpartner gern für Sie da.

Herr Dr. Norman Layh
Business Development
Herr Dr. Christopher Rösch
Herr Dr. Christopher Rösch
Prüflabor